Woran wir gute Backlinks erkennen
Acht Prüfpunkte, eine Ausschlussliste und eine ehrliche Einordnung von Domain Rating und Domain Authority. Damit du unsere Vorschläge selbst beurteilen kannst.
Es gibt keine einzelne Zahl für gute Backlinks
Wer wissen will, ob ein Link etwas taugt, bekommt meistens einen Wert genannt: Domain Rating 62, Domain Authority 48, irgendein Score in Grün. Das ist bequem und deshalb so verbreitet. Es ist auch der Grund, warum viele Linkprofile aus Quellen bestehen, die auf dem Papier stark aussehen und in der Sache nichts beitragen.
Wir prüfen deshalb in mehreren Schritten. Die Toolwerte stehen ganz am Anfang und dienen nur dazu, eine lange Liste kürzer zu machen. Alles, was danach kommt, schaut sich ein Mensch an. Diese Seite erklärt verständlich, worauf wir dabei achten, damit du unsere Vorschläge selbst beurteilen kannst statt sie glauben zu müssen. Backlink-Qualität ist bei BacklinkHelden kein Gefühl, sondern eine Liste, die wir jedes Mal in derselben Reihenfolge abarbeiten.
Woran wir gute Quellen erkennen
Themenrelevanz
Der wichtigste Punkt und gleichzeitig der, der am häufigsten großzügig ausgelegt wird. Relevant ist eine Quelle nicht, weil sie irgendwo eine Kategorie mit dem passenden Namen führt, sondern weil der konkrete Beitrag inhaltlich neben deinem Thema steht. Ein Verweis auf einen Hersteller von Industriepumpen in einem Text über Wartungsintervalle passt. Derselbe Verweis in einem Beitrag über Reiseziele passt nicht, auch wenn das Portal groß ist. Was Themenrelevanz genau meint, steht auch im Glossar.
Die Seite ist indexierbar und erreichbar
Klingt selbstverständlich, ist es nicht. Wir prüfen, ob die Zielseite der Platzierung überhaupt in den Index darf, ob sie nicht per Meta-Angabe ausgeschlossen ist und ob der Verweis später tatsächlich im Quelltext steht und nicht erst durch ein Skript entsteht. Genauso schauen wir, ob der Beitrag von der Startseite oder einer Übersicht aus erreichbar ist oder ob er als verwaiste Seite endet, die niemand je aufruft.
Redaktioneller Zusammenhang
Steht der Verweis in einem Text, der eine Aussage macht, oder in einer Aufzählung von Partnern am Seitenende? Wird das Umfeld gepflegt, gibt es Autoren, Datumsangaben, Korrekturen? Ein Beitrag, der offensichtlich nur als Träger für Links existiert, erkennt man meistens in dreißig Sekunden. Genau die nehmen wir uns.
Echtes Publikum
Traffic-Schätzungen aus Tools sind grob und in kleinen Nischen oft wertlos. Wir schauen deshalb zusätzlich auf Anzeichen, die sich schwerer fälschen lassen: Kommentare, geteilte Beiträge, ein Newsletter, eine erkennbare Community, Erwähnungen der Publikation an anderer Stelle. Eine kleine Fachpublikation mit vierhundert echten Leserinnen und Lesern ist für ein B2B-Angebot mehr wert als ein Portal mit sechsstelligen Schätzwerten, die aus einem einzigen viralen Artikel von 2019 stammen.
Domainhistorie
Manche Domains hatten ein früheres Leben. Wir prüfen bei auffälligen Fällen, was dort vorher stand, ob es einen abrupten Themenwechsel gab und ob die Seite zwischenzeitlich nur geparkt war. Eine gekaufte Domain mit fremder Vorgeschichte, auf der jetzt Fachbeiträge erscheinen, ist ein Warnsignal, auch wenn die Kennzahlen gut aussehen.
Ausgehende Links und Nachbarschaft
Wie viele Verweise gehen von der Seite und aus dem Umfeld heraus, und wohin? Wenn im selben Beitrag vier weitere Unternehmen aus vier verschiedenen Branchen verlinkt sind, ist der Charakter klar. Genauso wichtig: In welcher Nachbarschaft steht deine Marke am Ende? Manche Umfelder scheiden für uns unabhängig von jeder Kennzahl aus.
Position des Verweises
Ein Verweis im Fließtext, an einer Stelle, an der er inhaltlich hingehört, wirkt anders als einer in der Fußzeile oder in einem Kasten unter dem Artikel. Wir legen die Position vorher fest und prüfen nach der Veröffentlichung, ob sie eingehalten wurde.
Kennzeichnung
Bezahlte Werbe- und Sponsoringbeiträge sollen nach den Google-Richtlinien mit einem entsprechenden Attribut am Verweis versehen werden, und redaktionelle Standards verlangen zusätzlich eine sichtbare Auszeichnung. Wir klären vor jeder Umsetzung, was gilt, und halten das Ergebnis in der Dokumentation fest. Eine Platzierung, die korrekt gekennzeichnet ist, ist keine schlechtere Platzierung, sie ist eine ehrliche.
Wir schlagen nur vor, was diese Prüfung übersteht.
Linkaufbau besprechenWas Domain Rating und Domain Authority wirklich sind
Beides sind Kennzahlen von Drittanbietern, nicht von Google. Domain Rating stammt von Ahrefs, Domain Authority von Moz, dazu kommen ähnliche Werte anderer Anbieter. Sie schätzen die Stärke eines Linkprofils auf Basis der jeweils eigenen Datenbank. Google verwendet keine dieser Zahlen und veröffentlicht auch keine vergleichbare eigene.
Das macht sie nicht wertlos. Für einen schnellen Vergleich zweier Quellen sind sie brauchbar, und für die Vorsortierung einer langen Liste sparen sie Zeit. Problematisch wird es, wenn sie zum Preisschild werden. Dann entstehen Angebote, in denen ein hoher Wert eine Platzierung teuer macht, obwohl die Quelle für dein Thema nichts hergibt. Und dann entstehen Anbieter, die genau diese Werte gezielt aufblasen.
Praktische Faustregel: Wenn jemand dir eine Quelle ausschließlich über ihren Toolwert verkauft, hat er sie wahrscheinlich nicht angesehen. Frag nach dem Thema des geplanten Beitrags, das beantwortet die Frage schneller als jede Zahl.
Die Prüftabelle, die wir intern nutzen
Jede Quelle läuft bei uns durch dieselben Punkte. Fällt sie bei einem Ausschlusskriterium durch, ist die Prüfung beendet, unabhängig davon, wie gut der Rest aussieht.
| Prüfpunkt | Was wir sehen wollen | Wann es ein Ausschluss ist |
|---|---|---|
| Thema | Inhaltliche Nähe zum geplanten Beitrag, nicht nur zur Rubrik | Ja, wenn der Bezug konstruiert wirkt |
| Indexierbarkeit | Seite darf in den Index, Verweis steht im Quelltext | Ja |
| Redaktion | Autoren, Datum, gepflegte ältere Beiträge | Ja, wenn erkennbar nur Linkträger |
| Publikum | Hinweise auf echte Leserschaft jenseits von Schätzwerten | Nur in Kombination mit anderen Schwächen |
| Historie | Durchgängige Nutzung ohne abrupten Themenwechsel | Ja bei erkennbar wiederbelebter Domain |
| Ausgehende Links | Vertretbare Anzahl, passende Nachbarschaft | Ja bei Linkfarm-Charakter |
| Position | Im Fließtext an inhaltlich passender Stelle | Nein, wird stattdessen verhandelt |
| Kennzeichnung | Klare Absprache, passend zu deinem Risikoprofil | Nur wenn keine Einigung möglich ist |
Was bei uns grundsätzlich nicht durchkommt
- Private Blognetzwerke und Seitengruppen, die erkennbar demselben Betreiber gehören
- Automatisiert erzeugte Einträge, Kommentarlinks, Foren-Signaturen, Massenverzeichnisse
- Seiten mit maschinell erzeugten Texten ohne jede redaktionelle Nachbearbeitung
- Umfelder, in denen deine Marke Schaden nimmt, unabhängig von allen Kennzahlen
- Quellen, die uns eine Kennzeichnung zusagen und sie nach der Veröffentlichung entfernen
Der letzte Punkt kommt selten vor, ist aber der Grund für unsere Nachkontrolle. Wir sehen uns jede Platzierung nach der Veröffentlichung noch einmal an und in Abständen erneut. Welche Quellenarten daraus in der Praxis übrig bleiben, steht auf der Seite zu den hochwertigen Platzierungen.
Was sich durch KI-Antworten verschoben hat
Seit ein erheblicher Teil der Suchen in zusammengefassten Antworten endet, hat sich die Gewichtung unserer Prüfpunkte verschoben, die Punkte selbst aber nicht. Thematische Nähe und ein erkennbares Publikum sind wichtiger geworden, reine Kennzahlen noch unwichtiger. Der Grund liegt auf der Hand: Systeme, die eine Antwort zusammenstellen, müssen einordnen können, worum es bei einer Marke überhaupt geht. Das gelingt über Umfelder, die zum Thema passen, und nicht über die Zahl der verweisenden Domains.
Dazu kommt ein Punkt, den wir früher nicht gesondert erfasst haben: Erwähnungen ohne Verlinkung. Wenn eine Fachpublikation deinen Firmennamen im richtigen Zusammenhang nennt, zahlt das auf die Wahrnehmung ein, auch wenn kein Verweis gesetzt ist. Wir dokumentieren solche Nennungen inzwischen mit, damit du den vollen Ertrag einer Platzierung siehst und nicht nur den messbaren Teil.
Qualität ist relativ zu deinem Projekt
Eine letzte Einschränkung, die uns wichtig ist. Es gibt keine absolute Rangliste guter Quellen. Dieselbe Publikation kann für ein Unternehmen die beste verfügbare Platzierung sein und für ein anderes eine Verschwendung. Entscheidend ist das Verhältnis zwischen Quelle, Zielseite und deinem Markt. Deshalb legen wir die Kriterien am Anfang jedes Projekts gemeinsam fest, statt eine allgemeine Liste abzuarbeiten.
Fragen zur Bewertung von Quellen
Ab welchem Domain Rating lohnt sich eine Quelle?
Diese Frage hat keine Antwort, die stimmt. Wir arbeiten regelmäßig mit Quellen, deren Werte unauffällig sind, weil das Thema perfekt passt, und lehnen Quellen mit hohen Werten ab, weil sie inhaltlich nichts beitragen. Wenn dir jemand eine Zahl als Untergrenze nennt, hat er die Prüfung durch ein Preisschild ersetzt.
Sind Nofollow-Links wertlos?
Nein. Sie geben zwar in der Regel keine Linkkraft weiter, bringen aber Sichtbarkeit, Klicks und Erwähnungen mit. Ein gewachsenes Profil enthält immer eine Mischung. Ein Profil, das ausschließlich aus Dofollow-Links besteht, ist eher auffällig als stark.
Wie erkenne ich selbst eine schlechte Quelle?
Öffne drei beliebige Beiträge und lies sie an. Wenn in jedem ein anderes Unternehmen aus einer anderen Branche verlinkt ist, wenn kein Autor genannt wird und wenn der Text klingt, als hätte ihn niemand vor der Veröffentlichung gelesen, brauchst du kein Tool mehr.
Prüft ihr Quellen erneut, nachdem etwas veröffentlicht wurde?
Ja. Direkt nach dem Erscheinen kontrollieren wir Position, Ziel, Ankertext und Kennzeichnung, danach in Abständen, ob der Beitrag noch erreichbar ist. Fällt eine Platzierung weg, melden wir uns von selbst und besprechen, ob sich Nachfassen lohnt.
Sollen wir das für dein Projekt anwenden?
Schick uns deine Website und den Rahmen, in dem du planst. Wir prüfen nach denselben Punkten und zeigen dir, was dabei übrig bleibt.